Review: Lick von Kylie Scott

Samstag, 3. August 2013

Lick von Kylie Scott
Verlag: 
Momentum
Seiten:
286 Seiten (Paperback)

Sprache: Englisch (Das Buch ist zur zeit noch nicht auf Deutsch erschienen)
Buchreihe:
Ja, Teil 1 von (?)
Erscheinungsdatum: 1.Juli 2013 


   Waking up in Vegas was never meant to be like this.
   Evelyn Thomas’s plans for celebrating her twenty-first birthday in Las Vegas were big. Huge. But she sure as hell never meant to wake up on the bathroom floor with a hangover to rival the black plague, a very attractive half-naked tattooed man, and a diamond on her finger large enough to scare King Kong. Now if she could just remember how it all happened.

   One thing is for certain, being married to rock and roll’s favourite son is sure to be a wild ride. (goodreads) 




"Ich wollte ihn töten. Ihn mit dem überteuerten Tanga. Ein Passender Tod für einen Rockstar." [Ich habe mir die Freiheit genommen dieses nette Zitat für euch zu übersetzen.]

   Ich sollte diese Review wahrscheinlich damit beginnen das ich euch auf zwei Dinge hinweisen:
1) wie auch schon die Zusammenfassung zeigt, dieses Buch bisher nur auf Englisch erhältlich ist. Ich weiß leider nicht ob es irgendwann auf Deutsch übersetzt werden wird, tut mir leid.
2) Das Buch ist ein Buch für Erwachsene.


   Hatte nicht so ziemlich jedes Mädchen wenigstens für einen Moment mal den Traum sich einen Rockstar zu angeln? Ja wahrscheinlich, zumindest weiß ich von mir selbst dass ich auch mal diese Phase hatte. Jedenfalls, hat sich Autorin Kylie Scott genau diesen Traum zum Thema ihres Buches gemacht, und auch aus der Tatsache das saufen in Las Vegas nicht unbedingt immer die schlauste Idee ist, wie wir auch schon aus der Hangover Trilogie gelernt haben. Evelyn ist mit ihrer besten Freundin Lauren in Vegas um Evelyns 21. Geburtstag zu feiern, ein paar Drinks zu viel und Schwups ist sie am nächsten Morgen auch schon mit dem heißen Rock Gott, dessen Name ich euch nicht verraten werde.
   Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet, verschiedene Persönlichkeiten knallen auf einander was das Buch sehr charmant und unterhaltsam macht.
   Eine Thematik die auch sehr schön in dem Buch dargestellt wird ist jene das ein Leben als Star mit allen Extras die solch ein Leben mit sich bringt, besonders als Rockstar, all die Partys, der Alkohol, die Drogen und die Frauen, all das man ja toll und spaßig sein, aber sehen wir der Wahrheit ins Auge: ein solches leben führt unausweichlich dazu das man den Bezug zur Realität verliert und sich irgendwann nach einem Stück Normalität sehnt, man Menschen die einen wie einen Normalo betrachten würden und nicht nur den Star sehen würden.


   „Die Wahrheit ist, ich glaube ich bin bereit ein wenig vom Gas zu gehen, mehr Zeit zu Hause zu verbringen.[…] Die Partys werden nach einer Zeit langweilig. Die ganze verdammte Zeit Leute um sich zu haben.“

   Wie sehr ich auch dieses Buch mag, da es mich des Öfteren zum Lachen und schmunzeln gebracht hab, muss ich natürlich sagen das die Geschichte total unwahrscheinlich, und auf eine Art und weiße, auch naiv ist. Ich meine wer glaubt schon wirklich daran das sich der heißeste Rockstar Amerikas ausgerechnet ist ein etwas molligeres, total gewöhnliches Mädchen verlieben würde, und zwar im Laufe einer einzigen Nacht und sie dann auch noch heiraten würde? Keiner, richtig. Wobei wir wissen ja alle, das wen alle Bücher nur reelle Geschichten endhalten würde, wäre das auch nicht so das Gelbe vom Ei, oder? Bücher sind da um zu träumen und zu begeistern, selbst wenn es irreal ist unwahrscheinlich ist was im Buch passiert.
 
   Ich fand das Buch ausgesprochen unterhaltsam, es war keine anspruchsvolle Geschichte sondern eher so was Nettes für zwischendurch. Wobei ich sagen muss dass ich das Buch in weniger als 24 Stunden gelesen hatte weil ich stets wissen wollte wie es weiter geht und das Buch einfach Spaß gemacht hat.
   Daher empfehle ich dieses Buch allen die etwas Leichtes und unterhaltsames lesen wollen, und natürlich englisch können (und über 18 sind).

   „Ich glaube ich hab mich in deine Dusche verliebt“
   „Du betrügst mich mit der Dusche? Verdammt, Evelyn, das ist echt hart.“


                  Meine Bewertung: 4/5 Sternen

Review: Das Bildnis des Dorian Gray (Film, 2009)

Freitag, 2. August 2013

Deutscher Titel: Das Bildnis des Dorian Gray
Originaltitel: Dorian Gray
Erscheinungsjahr: 2009
FSK: 16
Länge: 112 minuten
Hauptdarsteller: Ben Barnes (Dorian Gray)
Colin Firth (Lord Henry Wotton)
Ben Chaplin (Basil Hallward)
Film basiert auf dem Roman von Oscar Wild.

   Ende des 19. Jahrhunderts kommt Dorian Gray nach London. Sein makelloses Aussehen öffnet ihm nicht nur die Türen der Gesellschaft, ihm liegen auch die Frauen und die aristokratische Welt zu Füßen. Unter den Fittichen des hämischen Lord Henry Wotton lernt das Unschuldslamm bald hedonistische Freuden schätzen. Der homosexuelle Maler Basil Hallward hält in einem außergewöhnlichen Gemälde seine physische Ausstrahlung fest. Aus Angst vor Vergänglichkeit wünscht sich Gray, nur das Abbild möge altern, aber nicht er. Sein Wunsch wird grauenvolle Wirklichkeit.  (Hugendubel)



 „Mein Lieber Junge, der große reiz der Ehe ist, das sie ein Leben der Täuschung absolut notwendig macht.“ – Lord Henry Wotton

   Ein schauriges jedoch zum Nachdenken anregendes Film Erlebnis.
   Vor ein paar Tagen bin ich durch Zufall auf YouTube auf den Trailer von Das Bildnis des Dorian Gray gestoßen, hab ihn mir angesehen und fand ihn auch recht interessant jedoch war ich mir nicht sicher ob ich wirklich Lust habe ihn zu sehen. Ich hab viele gute Dinge über den Roman mit dem gleichnamigen Titel von Oscar Wild gehört, ich besitze sogar selbst das Buch (hab es jedoch nie gelesen, schlau oder?) und daher hab ich mir heute gedacht >>Hey warum nicht, mal sehen ob der Film auch nur annähernd so atemberaubend ist wie der Hauptdarsteller, Ben Barnes, glücklicherweise wurde ich nicht enttäuscht.<<
   Man muss auf jeden Fall anmerken das dieser Film definitiv nicht zu denen gehört die man sich einfach mal so ansehen kann, im Sinne von stumpfer/einfacher Unterhaltung, den der Film enthält eine Menge an Zynismus, Dunkelheit und Wahrheit über das menschliche streben nach der ewigen Jugend und Schönheit. Ich meine man sieht es ja nur alt zu oft, all diese semi-inspirierenden Hipster Bilder mit dem hübschen Hintergrund und der Aussage „Forever Young“ in einer netten Schriftart dazu. Sicherlich, für immer jung zu sein mag zwar wie eine großartige Sache klingen, genauso wie die Idee immer so schön und jung auszusehen wie wenn man 20 ist, das hat sich auch der junge Dorian Gray gedacht als er seine Seele gegen genau das tauschte: Unendliche Jugend und unverwundbar, auf ewig jung.
     Genau diese Idee brachte mich über uns Menschen und unser Wesen nachzudenken. Die Kosmetikindustrie und die Millionen an Schönheitschirurgen dieser Welt verdienen Milliarden jährlich indem sie den Menschen entweder die Idee der ewigen Jugend dank ihrer Cremes verkaufen oder ihnen dank Botox und anderen chirurgischen Eingriffen die ewige Jugend, für einen angemessenen Preis, schenken. Jedoch was viele zu vergessen scheinen, wie auch Dorian Gray im Film es getan hat, ist das das Altern von uns Menschen etwas vollkommen normales ist und sich nicht nur auf unser äußeres bezieht. Altern heißt auch sich psychisch weiter zu endwickeln, neues zu erleben und Dinge aus anderen perspektiven zu sehen.
   Ein weitere sehr interessante Sache die man in diesem Film finden kann ist der „Ich würde gerne dieses und jenes mit meinem Leben machen jedoch habe ich Angst es zu  tun, oder nicht die Möglichkeit es zu tun also bringe ich jemanden anderen dazu es zu tun“-gedanke. Lord Henry Wotton hegt den Gedanken daran wie wunderbar es doch wäre ein exzessives Leben voller Sex und Alkohol zu haben, jedoch ist es für ihn nicht möglich ein solches leben zu haben, denn er ist zu „alt“ und verheiratet, daher ist es ihm sehr zur Hand als Dorian auftaucht, den er ist jung, unschuldig und schön.
   Ich finde ja das folgende Bild beschreibt die Beziehung zwischen dem Puppenspieler, Lord Henry, und seiner Puppe, Dorian Gray, wirklich ausgezeichnet:



    Schauspielerisch fand ich war die Darbietung der Hauptdarsteller grandios und absolut überzeugend. Ben Barnes hat das, meiner Meinung nach, perfekte aussehen, nicht nur im Sinne, das er schön anzusehen ist sondern passt er äußerlich auch in die Zeit und Gesellschaft des 19. Jahrhunderts.


   Alles in allem ist der Film absolut empfehlenswert für alle Freunde des anspruchsvolleren Kinos, mit fantastischen schauspielern und ausgezeichneten Kulissen. Ich kann ihn euch auf jeden Fall empfehlen, erstrecht da Das Bildnis des Dorian Gray ab heute definitiv zu meinen Favoriten gehört.


 „Gewissen ist nur ein ausgeprägtes Wort für Feigheit.“ – Lord Henry Wotton




Meine Bewertung: 5/5 Sternen

Review: Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele von Suzanne Collins

Donnerstag, 1. August 2013

Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele von Suzanne Collins
Verlag: Oetinger Verlag
Seiten: 416 Seiten (Hardcover)
Originaltitel:
The Hunger Games
Buchreihe:
Ja, Teil 1 von 3
Erscheinungsdatum: August 2009


   Als Katniss erfährt, dass ihre kleine Schwester für die Spiele von Panem ausgelost worden ist, meldet sie sich freiwillig – wohl wissend, dass sie damit ihr Todesurteil unterschreibt. Denn es darf nur einer überleben bei diesem grausamen Ritual in der fernen Zukunft Nordamerikas. Noch weiß sie nicht, dass sie Peeta, einem Jungen aus ihrem Distrikt, gegenüber stehen wird. Wird einer den anderen töten, um selbst zu überleben? Da geschieht das Wunder: Peeta scheint ihr Leben retten zu wollen …

(goodreads



„Ich gehe freiwillig!“, keusche ich. „Ich gehe freiwillig als Tribut!“

   Es gibt viele Bücher in deren Welten man nur zu gerne man eintauchen möchte, ich meine wer würde nicht gerne man einen Spaziergang durch Hogwarts machen? Jedoch bin ich mir absolut sicher das Panem einer der orte ist, denn ich niemals in echt erleben würde, wobei zu einem kleinen Ausflug ins Capitol würde auch ich nicht nein sagen.
   Panem, das land das einst bekannt war als Nord Amerika, besteht aus 12 Distrikten und dem Capitol. Anders als in vielen anderen Büchern hat Suzanne Collins beim erschaffen Panems etwas Einzigartiges erschaffen, egal ob das bizarr und futuristisch aussehende Capitol oder der von Armut und Hunger zerfressene Distrikt 12. Ich war gleichzeitig fasziniert und schockiert vom Gedanken das eine solche Regierung existieren könnte die es für angemessen halten würde Kinder/Jugendliche im Alter von 12-18 zu nehmen, sie in eine Arena u stecken und ihnen dann sagen das nur einer wieder nach Hause gehen wird, und zwar derjenige der am Ende noch lebt. Und das alles nur um
a) den Bewohnern der Distrikte klar zu machen das sie keine Chance gegen das Capitol haben, eine zweite Rebellion wäre nutzlos, und
b) um die gelangweilten Bewohner des Capitols zu unterhalten. Ihre Kinder nehmen nicht an den Hungerspielen teil und zusätzlich haben die Bewohner des Capitols auch noch die Möglichkeit Sponsor einer der Tribute zu werden. Na ist das nicht toll? Ich meine was gibt es besseres als sich ein blutiges „Big Brother“ anzusehen und dann auch noch einem der Kids eine Waffe zu spendieren damit er/sie es einfacher hat die anderen abzumurksen. Jupp, klingt nach einer echt guten Idee und einem tollen Zeitvertreib, oder? 
   Der Haupt Charakter, Katniss Everdeen, ist ein außergewöhnlich starker weiblicher Charakter. Sie ist tough, intelligent und mutig, ich meine so richtig mutig, immerhin meldet sie sich freiwillig damit ihre kleine Schwester, Prim, mit an den Hungerspielen teilnehmen muss.
   Ich fand es sehr angenehm und erfreulich aus mal eine starke weibliche Rolle als Haupt Charakter zu sehen, der anstatt alles für einen typen zu riskieren, alles riskiert um ihre Schwester zu retten und wieder zu ihr, ihrer Mutter und natürlich Gale zurück zu kehren.
    Keine Sorge, auch bei „Die Tribute von Panem“ gibt es eine Liebesgeschichte. Das Buch enthält nämlich zwei stattliche Jungs, Peeta Mellark und Gale Hawthorne, wobei in diesem Teil nur einer von ihnen eine Hauptrolle bekommen hat. Ich fand beide Charaktere sehr gut, gut ausgearbeitet und interessant auch wenn ich gerne mehr über Gale erfahren hätte, wobei dafür ist noch genug Zeit ich meine es gibt ja noch zwei weitere Bücher.
   Ich fand es wirklich sehr gut dass sich das Buch nicht nur mit den Hungerspielen selbst, sondern auch mit dem was davor passiert befasst hat. Wir, die Leser, bekommen Einblicke in die Vorbereitungen der Tribute: Ihr Training, ihr Auftritt bei Caeser Flickerman, treffen mit Katniss charmantem und brillantem Stylisten Cinna und vieles mehr.

   Glücklicherweise ist Die Tribute von Panem eins dieser Bücher das sich nicht nur mit dem Liebesteil der Geschichte befasst sondern auch eine Story Drumherum, was ich damit sagen will ist das wenn man das Buch nehmen würde, die ganzen Liebesteile löschen würde, würde man immer noch ein spannendes und funktionierendes buch erhalten, anders als bei man anderen Büchern (ja Twilight, ich meine auch dich…).

   Alles in allem ein geniales Buch, eine geniale Geschichte, geniale starke Charaktere und eine geniale aber auch erschreckende Welt, somit hat das Buch all das, was ein Buch braucht um fantastisch zu sein.
Ich persönlich empfehle dieses Buch jedem, besonders jenen die auf Dystopische Geschichten mit dem richtigen Schuss an Aktion und Drama & einer genau richtigen priese an Liebe stehen.

„May the odds be ever in your favor!” 
(der Satz kommt einfach viel genialer in der original Version als in der deutschen: „Fröhliche Hungerspiele! Und möge das Glück stets mit euch sein!“)


Meine Bewertung: 5/5 Sternen